Kirchliche Mitarbeitende sind vor Ort

 

Derzeit bestimmt die Sorge um das Infektionsrisiko durch den Corona-Virus (SARS-CoV-2) das Leben vieler Menschen. Die dadurch ausgelösten Ausgangsbeschränkungen betreffen uns alle. Unser Verhalten in der nächsten Zeit erfordert Einschränkungen in vielen Lebensbereichen, Rücksichtnahme und große Vorsicht, damit die Ausbreitung des gefährlichen Virus verlangsamt werden kann. Auch die Kirchengemeinden wollen und müssen angemessen und besonnen mit der Situation umgehen.

Deshalb möchte das Evangelisch-Lutherische Dekanat Altdorf mit seinen Pfarreien einen Überblick geben, welche Möglichkeiten des Gebets und der Seelsorge sie dennoch anbieten können.

 

Wichtig ist: Die Seelsorgerinnen und Seelsorger in den jeweiligen Kirchengemeinden sind weiterhin für die Sorgen, Nöte und Anliegen der Menschen zu erreichen - eine telefonische Erreichbarkeit ist gewährleistet!

Auch in den Pfarrbüros ist zu den gewohnten Öffnungszeiten weiterhin jemand zu erreichen. Die Telefonnummern und Öffnungszeiten sind bitte den Gemeindebriefen zu entnehmen oder können auf der jeweiligen Homepage eingesehen werden.

Der Publikumsverkehr ist auf seelsorgerliche Ausnahmesituationen begrenzt.

Daneben wird auch auf die Telefonseelsorge hingewiesen: Tel. 08001110111.

 

Zur Zeit werden alle Gottesdienste bis auf weiteres ausgesetzt.

Dennoch bieten die einzelnen Kirchengemeinde die Möglichkeit an, in die Kirche zu gehen, eine Kerze anzuzünden und die Zeit der Stille für ein Gebet zu nutzen. Oft liegen auch vorgefertigte Gebetszettel zum Mitnehmen bereit. Die evangelischen Kirchen bleiben tagsüber geöffnet!
Weiterhin wird an jedem Sonntagvormittag im ZDF um 9.30 Uhr ein Fernsehgottesdienst ausgestrahlt, sowie im Rundfunk (Bayern 1) um 10.00 Uhr eine Radioandacht. Ebenso wird auf das Programm von BibelTV und ERF (Evangeliumsrundfunk) verwiesen oder auf die Andachten bei anderen Radiosendern. Manche Gemeinden der Region bieten über ihre Homepage, auf Youtube oder bei Facebook Gottesdienste oder Andachten an.

Obwohl keine Gottesdienste gefeiert werden, laden die Kirchenglocken trotzdem täglich ein zum Gebet. In allen Kirchengemeinden gibt es feste Uhrzeiten, zu denen die Glocken läuten.

Wir laden dazu ein, in den nächsten Tagen und Wochen bewusst darauf zu achten, wann die Glocken am eigenen Ort erklingen und ob zu einer anderen Zeit vielleicht in der Ferne auch das Geläut der Nachbarorte zu hören ist.

An vielen Orten zeigen die Glockenschläge an, wie spät es ist, also „welche Stunde geschlagen hat“. Das Geläut dagegen ist schon immer eine Einladung zum Gottesdienst bzw. ein Ruf zum Gebet. Gerade in diesen Tagen lassen viele Menschen sich einladen zum Gebet für alle Menschen in Not – hier bei uns und weltweit, für die besonderen Herausforderungen unserer Zeit, für die Menschen, die einem persönlich nahestehen.

So erinnern die Glocken auch daran, dass wir nicht allein sind, wenn wir unsere Sorgen und Bitten, aber auch Lob und Dank vor Gott bringen.

Und es tut gut zu wissen, dass immer irgendwo auf der Welt gerade Glocken läuten und Menschen sich zum Gebet rufen lassen und fürbittend an andere denken.

 

In diesem Zusammenhang wird auf eine ökumenische Aktion des Deutschen Liturgischen Instituts besonders hingewiesen: „Eine Kerze im Fenster“. Es wird dazu eingeladen jeden Abend um 19.30 Uhr eine Kerze (in einem feuersicheren Gefäß) sichtbar ans Fenster zu stellen, ein Gebet zu sprechen, allein oder mit den Menschen, mit denen man zusammen lebt. An vielen Orten läuten dann auch die Kirchenglocken (leider ist das in Unterferrieden nicht realisierbar, deshalb läuten dort die Glocken schon um 19.00 Uhr)  - in ökumenischer Verbundenheit mit immer mehr Kirchen in Stadt und Land.

 

Weiterhin mussten viele Termine, z.B. die der Konfirmationen verschoben werden. Hier wird auf die Homepage der jeweiligen Pfarreien hingewiesen.


Manche Kirchengemeinden, Verbände und Vereine entwickeln auch verschiedene Online-Angebote für junge Menschen (z.B. ein digitaler Kreuzweg). Informieren sie sich hierzu am besten bei Ihrem Pfarramt oder direkt bei den Zuständigen für die Jugendarbeit. 

Außerdem bieten Mitarbeitende der Dekanatsjugend ihre Hilfe für Einkäufe, Arztfahrten oder als „Personalersatz“ für ältere Tafelmitarbeitende an. Bei Anfragen wenden Sie sich am besten an den Dekanatsjugendreferenten Benedikt Vogt: 0157-88785348 oder info@ej-altdorf.de

 

Bei den Kindertagesstätten in evangelischer Trägerschaft gelten die Maßnahmen, die von staatlicher Seite her angeordnet sind. 

 

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Dekanat Altdorf werden wie gewohnt für die Menschen vor Ort zu erreichen sein, zur Zeit verstärkt übers Telefon oder über Mail. Sie sehen sich getragen und verbunden mit allen Menschen in ihren Gemeinden mit dem Bibelvers:

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Tim. 1, 7)

Wir grüßen Sie alle ganz herzlich, bleiben Sie behütet und gesund!