Unterferrieden

Unterferrieden wurde urkundlich erstmals 1335 erwähnt, als das Bistum Eichstätt seine dortigen Besitzungen veräußerte. Es dürfte sich aber schon im 9. Jh. eine Siedlung dort befunden haben. Die Anlage des Dorfes als Haufendorf, sonst nur für Marktflecken üblich, lässt für den Ort eine gewisse Planung erkennen.

Der "Ferrieder Jahrmarkt" zog im Mittelalter viele Menschen an. Beim Unterferriedener Kirchweihfest (Sonntag nach Bartholomäus / 24. August) gab es eine kostenlose Armenspeisung. Der Flurname "Süppleinsgarten" erinnert noch heute daran.

Blick auf Unterferrieden

Die Reformation wurde 1528 gegen manche Widerstände eingeführt. Hofinhaber, die ihren katholischen Glauben nicht ablegen wollten, siedelten in die Oberpfalz um oder tauschten ihre Höfe mit Pfälzern, die ihrerseits unter Auswanderungsdruck standen.

Heute leben Evangelische und Katholiken friedlich miteinander. Am dritten Samstag des Monats ist eine katholische Vorabendmesse in der evangelischen Kirche.

Marienkirche und Gemeindehaus Unterferrieden

Im Mittelpunkt des Dorfes steht die Marienkirche: Sie stammt aus der Zeit vor der Reformation. Neben ihr befindet sich das Gemeindehaus. Früher war es Schulhaus und später Kindergarten bzw. Jugendheim. Heute treffen sich hier die Gruppen aus Unterferrieden. Außerdem hat sich hier die Dekanatsjugend eingemietet und Pfarrerin Nicola Neitzel hat im 2. OG ihr Amtszimmer. (Bildnachweis: Derzno / Wikipedia-Artikel Unterferrieden)

Der Friedhof liegt am Ortsausgang Richtung Lindelburg (Trägerschaft durch die Kommunalgemeinde Burgthann). Der Kindergarten (mit Krippe und Hort) befindet sich am Ende der Endleinstraße. Im ehemaligen Schulhaus ist jetzt das Haus der Musik untergebracht (s. Header-Bild).

Im 2. Weltkrieg blieb Unterferrieden von Zerstörungen weitgehend verschont. Einige alte Häuser lassen erahnen, wie es früher ausgesehen hat. Durch Ausweisung von Baugebieten hat sich die Bevölkerungszahl stark erhöht. So leben heute viele Neuzugezogene neben Alteingessenen und bestimmen das Dorfleben zunehmend mit.